Karate
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Jahresrückblick 2010

Termine / Berichte 2010

 
Wochenendlehrgang mit Johan la Grange
am 30. und 31. Oktober 2010 in Lollar (bei Gießen)
Eintrag: 04.11.2010

„Maximum speed“, „too slow“, „now one count“ – Wenn diese oder ähnliche Worte erklingen, befindet man sich nicht etwa in einem Englischkurs für Anfänger, sondern eher auf einem Karatelehrgang für Enthusiasten in unmittelbarer Nähe von Kumite- und Kata-Karateweltmeister Johan la Grange aus Südafrika. Seit unser Verein vor ein paar Jahren Bekanntschaft mit Sensei Johan geschlossen hat, versuchen wir möglichst keinen seiner außergewöhnlichen Lehrgänge zu verpassen. Deshalb nahmen wir auch letztes Wochenende gern den langen Weg nach Lollar (bei Gießen) auf uns, um nach südafrikanischer Manier Schnelligkeit, Härte und Kondition zu trainieren.

Karate im Zeichen des Seepferdchens

Dafür bekamen wir eigens einen Mannschaftsbus von der Abteilung Schwimmen gestellt, wofür wir uns hiermit noch einmal herzlich bedanken wollen:  Das kleine Seepferdchen auf dem Bus mit dem Slogan „Auf dem Seepferdchenrücken zum Schwimmunterricht“ garantierte uns die volle Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer, besonders in den zwei Stunden, die wir auf der Hinfahrt im Stau standen.

Vor Ort sorgten die Kleinstadt-Idylle des verschlafenen Lollar, die geringe Teilnehmerzahl des Lehrgangs und die Tatsache, dass wir am Trainingsort schliefen, trainierten und feierten für Urlaubsstimmung und gute Laune.

Was kommt als nächstes?

Aber natürlich gönnten wir uns diesen Luxus nur, weil wir ebenso hart trainierten. Die Trainingseinheiten waren insgesamt sehr an Kumite orientiert, sodass es vor allem auf schnelle, aber trotzdem wirksame Techniken ankam. Eindrucksvoll verwickelte uns Sensei Johan in immer komplexer werdende Kampfsituationen: Der Zweikampf mit dem Partner wurde durch den Einbau immer neuer Techniken schrittweise erweitert und führte schließlich bis zum Niederwurf mit anschließendem Bodenkampf und Befreiung. Im Kihon, welches genau genommen ebenfalls eine Art des Kampfes darstellt, legte Sensei Johan großen Wert darauf, dass verschiedene Schrittmuster (z.B. Tsugi-Ashi, Yori-Ashi) miteinander kombiniert werden und zugleich in alle möglichen Richtungen erfolgen. Alles andere werde einem wirklichen Kampf nicht gerecht.
Dabei schien man am meisten gegen sich selbst anzukämpfen: In pausenlosen Wiederholungen ein und desselben Technikkomplexes galt es bei jedem Mal noch schneller zu werden, nicht aufzugeben und die eigenen Leistungsgrenzen zu überwinden.

Team Berlin

Vielen Dank an Johan la Grange und das Mugen Dojo Lollar für diesen tollen Wochenendlehrgang!

 
 
 
 
 

Foto rechts v.l.n.r.: Florian Fieber, Sophie Janik, Christopher Krähnert, Nicole Thiel, Ives Geigenmüller, Sascha Völkerling, Stephanie Fincke, Tanja Prien und Hanjo Hautow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto rechts: Schwerpunkt des Lehrgangs waren Beintechniken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto rechts: Die ganze Halle wurde genutzt